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fluppe (feat. anna wydra) - crystal (official)
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fluppe - seerosenräuber (official)

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fluppe - paris (offizielles video)

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fluppe - blüte tour I mai 2022

fluppe - blüte tour I mai 2022

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ÜBER DIE BAND

Gute Songs sind wie Bilder. Wie Gemälde oder Filmszenen. Für die Ohren der Hörer:innen eingefangene, gemalte, hingezauberte Geschichten aus Wort und Ton. So wie fluppe-Songs. Auch auf ihrem zweiten Album geschehen wieder seltsam berauschende Dinge. Es sind mit fantasievoller, detailverliebter Hand skizzierte und bunt kolorierte Songwelten.

 

fluppe-Songs sind immer eine Einladung: Hereinspaziert in diese wundersame Welt aus Blütenstaub, schummrigen Laternen und Zuckerwatte-klebrigen Gefühlen! Hereinspaziert in eine Glitzerwelt der Träumer, Taugenichtse und Trickbetrüger! All das und noch viel mehr gibt es hier zu entdecken! Willkommen in fluppes BOUTIQUE!

 

Nach ihrem 2021 erschienenen Debütalbum BLÜTE spielen die vier Musiker aus Hamburg auf ihrem neuen Album wieder einen poetisch versponnenen Indie-Rock. Die Band besteht aus Josef Endicott, Antoine Laval, Lars Brunkhorst und Christian Klindworth. Zusammengefunden haben sie sich als Übriggebliebene aus anderen Musikprojekten. Anders als bei anderen Bands gibt es bei fluppe aber nicht den einen Songwriter. Geschrieben werden die Songs zusammen, in einer Art basisdemokratischem Ping-Pong-Spiel, gemeinsam mit Produzent Gregor Hennig. „Wir versuchen immer, die Tugenden herauszustellen, die das Band-Sein mit sich bringt.“, sagt Christian. „Ein Konzept, das ja mehr und mehr zum Artefakt wird, aber eben auch seine Vorteile hat. Wir machen alles zusammen. Und Ideen hin und her zu spielen macht die Dinge eigentlich immer besser.“

 

Als Hamburger Band sind fluppe natürlich die einschlägigen Vergleich gewohnt. Die gab es von Anfang an, auch wenn nichts so richtig zu passen scheint. Vielleicht haben sie einfach von allem ein bisschen in sich aufgenommen: die Angriffslust von Turbostaat, der Wille zur Zärtlichkeit und die Lust am Fabulieren von Tocotronic. Vor allem aber machen fluppe in der Welt der neuen deutschen Post-Punk-Generation einfach ihr eigenes Ding. fluppe klingt wie nur fluppe klingen kann.

 

Auf BOUTIQUE sind die Melodien noch zuckersüßer, noch ansteckender als auf BLÜTE im vergangenen Jahr. Und noch leichtfüßiger sind die narrativen Haken, mit denen fluppe versuchen, dem schroffen Alltagstrott ein Schnippchen zu schlagen. Entstanden ist die zweite Platte in den zähen Wochen und Monaten der Pandemie. Klar, wir erinnern uns alle an diese Tage der Seltsamkeit. Auch am Proberaum von fluppe in Hamburg-Billstedt sind diese natürlich nicht spurlos vorbeigegangen. Trotzdem wollten die Vier vermeiden, dass diese Zeit in den Texten allzu präsent ist, sagt Christian. Höchstens unterbewusst, zwischen den Zeilen und ganz tief im Inneren der Songs kann man sie spüren: „diese Stimmung zwischen Resignation und dem Versuch, irgendwie die Lebensgeister wachzuhalten.“ 

 

Am deutlichsten vielleicht in „Seerosenräuber“. Die Single ist der Versuch sich zurückzuerinnern. An unbeschwerte Sommernächte. An das Sich-Treiben-Lassen – auf dem Wasser und durch die Tage. An eine Zeit, in der die Apokalypse weit weg schien. Als man sich weniger über die ganz großen Zusammenhänge Gedanken machte und mehr über Dinge wie einen ersten Kuss. „Das alles ist so leicht / Das alles ist Freiheit / Das ist alles vorbei.“ Vor allem aber sind die Songs auf BOUTIQUE wie kleine poetische Wundertüten. Jeder führt in eine neue, überraschende Welt. Der Opener „Crystal“ etwa glüht im schönsten Rosarot zweier Frischverliebter und wird von hellen Gitarrenmelodien erleuchtet. Zusammen mit der Hamburger Songwriterin und Labelkollegin Anna Wydra besingt Sänger Josef Endicott wild schlagende Herzen, die zuckrige Fäden ziehen, denn: „Du bist wie Zuckerwatte / verwickelst mich in deine Sachen.“ In „Paris“ geht es rüber an die Seine. Zu catchy Post-Punk-Sound und Mitsing-Refrain stolpern wir gemeinsam mit der Band durch die Stadt der Kunst und sendungsbewussten Tischgesprächen, die mit Crème brûlée und knallenden Freixenet-Korken begangenen werden.

 

BOUTIQUE ist eine seltsam schöne, geheimnisvolle Welt. Die Songtexte sind clever und feingeschliffen, führen aber nie in die Richtungen, die man erwartet, sondern in verrückte Räume, in denen es abwechselnd soft, ruppig und humorvoll zugeht. Überall am Wegesrand gibt es schönste Sprachspielereien und immer wieder Easter Eggs zu entdecken: die Blüte als wiederkehrendes Motiv und Referenz auf das Debütalbum. Oder Nikki Swango, die Serienheldin aus „FARGO“, der fluppe auf ihrer ersten Platte einen Song widmeten und die hier in einer Zeile von „Martin“ noch einmal Tango tanzend wiederkehrt.

 

Überhaupt geistern und huschen wieder so viele schräge fiktive Figuren durch die Songs, dass man sich schnell in einem Coen- oder Wes-Anderson-Kurzfilm wähnt. Der bereits genannte „Martin“ treibt als Unruhestifter auf einem kleinstädtischen Supermarktvorplatz alle in den Wahnsinn. Oder wie es Sänger Josef Endicott beschreibt: „Martin ist immer da, besonders wenn man ihn nicht braucht.“ Und dann ist da noch das schillernde Schlitzohr „Kleinschmidt“ im gleichnamigen Song: eine Heldengeschichte über ein Phantom, das immer da und doch schon wieder weg ist. „Es sollte mehr wie ihn geben / von derselben Sorte eben / Meine ersten Hopihalidos hatte ich von ihm.“ Hopihalido – das weiß man in Hamburg – steht für Holsten-Pilsener-Halb-Liter-Dose. Und wenn diese schönste aller Abkürzungen, seit es deutsche Braukunst gibt, irgendwo hinpasst, dann ins Sprach-Schlaraffenland eines fluppe-Songs.

 

Viel wichtiger als das kleine bisschen Lokalkolorit ist der Band während der Entstehung von BOUTIQUE musikalische Neugier und Experimentierfreude gewesen. fluppe hatten kleine Lust, nochmal die gleiche Platte zu machen und nahmen sich deswegen vor, die Federbetten ihres Songwritings ordentlich aufzuschütteln. „Unsere Idee war es, einen klaren Schritt in Richtung Pop zu gehen.“, sagt Christian, „alles ein bisschen aufzuhübschen sozusagen.“ Deswegen rücken diesmal Synthesizer und E-Harfen ins Klangbild. Mit „Zerstreut“ versuchen sie sich sogar an einer klassischen Piano-Trennungsnummer. Und „Nacht“ verweist mit seinen hymnischen Harmonieverschiebungen auf „Go West“ von den Pet Shop Boys respektive Village People. „Alles sollte ein bisschen glamouröser werden, ein bisschen mehr blinken und glitzern, und trotzdem diesen Punk-Vibe nicht verlieren.“ Die Jungs von fluppe lieben solche Herausforderungen.

 

Herausgekommen ist Musik, die zu gleichen Teilen berührt und verwirrt. fluppe bauen mit ihren Songs verwaschene Kulissen und vage Settings für Themen und Gefühle, die die Hörer:innen dann selbst weiterspinnen können. Wie die besten Geschichtenerzähler lassen sie viel Raum für eigene Gedanken. So auch ganz am Ende von BOUTIQUE: Der Album-Closer „Nacht“ ist eine zum Verrücktwerden ambivalente Superheldenhymne auf einen wahnsinnigen Schiffskapitän. Aufbruch und Apokalypse liegen hier nah beieinander. Vielleicht wartet dort hinten am dunklen Horizont auf die Matros:innen eine neue Welt, eine Wiedergeburt oder doch nur der Untergang – wer weiß das schon? 

 

Klar ist nur: So detailverliebt, flimmernd und verlockend wie auf BOUTIQUE war deutscher Indie-Rock schon lange nicht mehr. 

 

 

Annett Scheffel

(Musikexpress, Dummy Magazin, Spiegel, SZ)

01.by_Melancholie_Maritim_Photographie
fluppe(03)_2022_credit_MatthiasReinhardt
fluppe(01)_2022_credit_MatthiasReinhardt
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